Natur in Extase

23.10.

Ein grandioses Naturschauspiel wurde uns bei diesem ersten Ausflug in Argentinien zuteil. Weil es größerer sprachlicher Ausschweifungen bedürfte dieses Erlebnis angemessen zu beschreiben, versuche ich mich auf eine Auflistung des Erlebten und einiger Bilder zu beschränken…

Morgens bei Flut sind wir mit dem Auto, zu fünft (inklusive Guide) an einen Strand in der Nähe von Puerto Madryn gefahren und haben zuerst eine rieeesige Spinne gefunden.

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Hauptdarsteller dieser lichtgefluteten, funkelnden Szenerie waren jedoch andere: Wale. Vom Strand aus konnten wir etwa ein Dutzend Glattwale (Südkaper) beobachten. Wir wussten nicht wohin wir schauen sollten, weil sich die Wale über die gesamte Länge des Strandes tummelten. Sie sprangen, trommelten mit den Flossen auf der Wasseroberfläche und prusteten Fontänen in die Luft. Mehr konnten wir für diesen Tag nicht erhoffen und doch kam es noch dicker.

Wir fuhren auf die geschützte Halbinsel Valdez. Dort wimmelte es von Guanakos (Lamas) und Nandus. Mit einem kleineren Boot sind wir dann in eine nahe Bucht vor Puerto Piramides rauagefahren. Nun ging das Spektakel erst richtig los. Bereits nach 10 Minuten stießen wir auf zwei Wale – eine dunkle Mutter mit einem weißen Baby. Auch sie sprangen und spielten in unmittelbarer Nähe des Bootes. Einmal tauchte das Junge direkt unter unserem Boot entlang. Durch das klare Wasser konnten wir kleinste Bewegungen dieses Riesenbabys verfolgen. Höhepunkt war ein gemeinsamer Sprung von Mutter und Kind vor unserem Boot.

Es konnte nicht mehr besser werden und doch fuhren wir weiter in die Bucht und sahen noch mehr Wale in einiger Entfernung. Dann die nächste Sensation: Unser Kapitän lenkte das Boot direkt in eine riesige Herde Delfine. Ne Mijoooon Delfine!  Der Kapitän sprach von über einhundert. Und tatsächlich – wohin man blickte, sah man in Extase schwimmende und hüpfende Delfine: unter uns, neben uns, etwas weiter entfernt und ganz nah. Für Anna erfüllte sich in diesem Moment ein Kindheitstraum:)

Doch die Insel hatte NOCH mehr zu bieten. Am anderen Ende der Küste, der zum offenen Atlantik Geneigten, erwarteten uns nochmals Pinguine (immer, immer wieder nett anzusehen) und riesige, gemütliche Seeelefanten. Jede Bewegung schien den gewichtigen Bullen schwer zu fallen, weshalb sie sich maximal einige Zentimeter vorrobbten um sogleich in der Sonne bei leichter Brise auszuruhen. Nur die (auch ziemlich fetten) Seeelefantenküken machten von Zeit zu Zeit ein paar Meter gut und bettelten nach Futter. Sehr amüsant!

Als i-Tüpfelchen der Tour durch die Halbinsel Valdez sahen wir noch Maras, die sogenannten Pampashasen. Sie haben ungefähr die Größe von einem kleinen Reh, sehen aber aus wie Hasen mit längeren Vorderläufen. Die waren auch ziemlich entspannt und hatten glücklicherweise auch gerade Nachwuchs. Wermutstropfen des Tages war ein Unfallopfer, das wir auf der Straße fanden: ein Gürteltier wurde anscheinend von einem Auto erfasst und lag nun halbtot mit gebrochenen Hinterbeinen vor unserem Wagen. Die Kehrseite des Ökotourismus…

Fazit: Die Halbinsel Valdez ist wahrhaft einmalig und wunderschön. Dieser Ausflug dahin war überwältigend und ich hoffe diesen Tag nie zu vergessen.
D.

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2 Kommentare zu „Natur in Extase“

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