Mendoza: Zurück in die Anden

26.10.-31.10.

Anscheinend ist es normal, dass man im Verlauf einer größeren Reise – zumeist nach der Hälfte – eine gewisse Krise durchlebt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Reise nicht akribisch durchgeplant ist. So erging es auch uns. Nachdem wir feststellen mussten, dass es an der nördlichen argentinischen Küste tatsächlich nicht viel mehr als nichts zu besichtigen gibt, trafen wir nach zähem Ringen die Entscheidung ans andere Ende des Landes, zurück an die Anden zu fahren. Nach Mendoza.

Mendoza, weltweit bekannt für seinen Rotwein, liegt eigentlich in  einem sehr trockenen Gebiet. Sowohl die Bäume in der Stadt als auch der Wein werden künstlich bewässert durch ein offenes Kanalsystem, das mit Wasser aus den naheliegenden Anden gespeist wird. Nachdem die Stadt bei einem schweren Erdbeben 1861 fast vollständig zerstört worden war, wurde beim Wiederaufbau darauf geachtet, breite Straßen und große Plätze anzulegen um im Fall der Fälle besser gerüstet zu sein. Diese Straßen und Plätze sind heute gesäumt von prächtigen Bäumen und verleihen Mendoza ein gemütliches (grünes) Antlitz.

Zentrales Motiv unseres Aufenthaltes in Mendoza war dann auch der Wein. Schon auf der Fahrt nach Mendoza hatten wir das Glück eine Flasche argentinischen Weißweins beim busweiten Bingo zu erspielen.

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Dem kleinen Jungen war tierisch langweilig darum haben wir uns mit ihm angefreundet und gespielt

Sie beendete nach einer kurzen Stadterkundung den ersten Abend in Mendoza. Um sowohl die Umgebung Mendozas als auch den hiesigen Rotwein kennenzulernen, fuhren wir außerdem in die nahe Weingegend Maipu. Dort mieteten wir uns Fahrräder und besuchten verschiedenene kleine Weingüter. Die Freude über die Fahrt auf der ansich pittoresken Landstraße mit Aussicht auf die nahen Anden und Weinfelder wurde leider deutlich durch den unerwartet dichten Verkehr von LKWs und Bussen getrübt. Gut, dass dies dem Wein offensichtlich nicht schadet. So tranken wir gut und nicht wenig. Ausgedehnte Pausen und eine finale Olivenölverkostung bewahrten uns sowohl davor die Fahrspur zu verlieren, als auch einen Kater zu bekommen.

Neben einem Wandertag in den nahegelegenen Anden, der hier nur durch Fotos näher beschrieben werden soll, konnten wir unseren Aufenthalt in Mendoza auch nutzen um einen Bekannten aus Puerto Montt wieder zu treffen: Gustavo.

Der Professor für Elektromechanik kommt ursprünglich aus Mendoza und ist ein Freund des Reisens und des Weins. Daher war es ein sehr illustres Wiedersehen mit ihm und seiner Tochter. Bei einem typisch argentinischen Grillfest, genannt „asado“, konnten wir (auf spanisch) über vergangene und zukünftige Reiserouten plaudern. Gracias, Gustavo 🙂

A&D

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