Eine Woche Strandurlaub in Florianopolis

23.10.-30.11.

Florianopolis ist das Tor zur Halbinsel „ilha Catarina“ im Bundesstaat Santa Catarina. Auf dieser kleinen peninsula gibt es insgesamt 42 Strände, für jeden Geschmack etwas: Strände in Richtung Lagune ohne Wellen mit Stand up paddeln, Strände in Richtung Atlantik mit viel Wind und wellen, zum surfen, Party Strände, abgelegene Strände, weitläufige Strände und kleine Strände.

In Florianopolis angekommen wurden wir von einem Tourist Guide namens Genillson empfangen, der meinte, wir seien verrückt, wenn wir eine Nacht in der Stadt bleiben wollten: es sei teuer und laut und zum Schluss würden wir uns ärgern, dass wir den Tag am Strand verschenkt haben. Er kenne eine kleine Pension, 200 m vom Strand entfernt, in der er uns ein Apartment für 80… Nagut, 60 real (27 bzw 20 €) pro Nacht anbieten könne. Nun sind wir ja wahrlich keine doofen Touristen und lassen uns irgendetwas vom nächstbesten Tourist Guide andrehen… Also verbrachten wir 30 min im internet Café um herauszufinden, dass der Ort sehr schön aussieht, der Strand um die Ecke 14 km lang ist und die Hostels dort zwar gut aussehen, aber mindestens doppelt so teuer sind. Also gut, wir entschieden uns für die Pension, wurden dann von Genillson höchstpersönlich dorthin gefahren (und nicht entführt, irgendwo müsste der Haken doch sein) und es war genau das Richtige für uns: Barra de Lagoa ist ein Fischerdorf direkt am Strand und nahe einer großen Lagune, das touristisch genug ist um alle Annehmlichkeiten wie Restaurants, Supermärkte und Postkarten zu bieten, aber (zumindest jetzt in der Nebensaison) klein genug, dass man den Fischern über die Schultern schauen kann während man einen großen Caipirinha für 2,5 € oder Kokoswasser aus der Frucht schlürft.

Unsere Herberge (pousada) war klein aber fein, die Herbergsmutter sehr nett trotz Verständigungsschwierigkeiten und der Strand war wunderschön! Nachdem wir am ersten Tag die Sonne, das Meer und die Weite des Strands voll ausgekostet hatten, kamen uns die beiden folgenden Regentage gerade recht um unseren Sonnenbrand zu kurieren, die nahegelegenen Stadt zu erkunden und Postkarten zu schreiben. Selbst gekocht haben wir trotz eigener Küche nicht oft, da es viele Buffet Restaurants gibt, die zu Mensapreisen eine leckere Auswahl an Speisen oder gar „all you can eat“ anbieten. Nur die günstige Auswahl an reifen, tropischen Früchten haben wir ausgekostet.

Den nächsten sonnigen Tag nutzten wir um Strände im Süden der Insel kennenzulernen. Mit 3 Bussen schafften wir es nach Pantano do sul. Und aßen dort am Strand in einem herrlichen Fisch und Meeresfrüchte Restaurant, wo jeder der wollte eine Nachricht auf einem Zettel hinterlassen konnte und es Cachaça frei Haus gab. Danach begaben wir uns auf die einstündige Wanderung zum Strand Praia da Lagoinha do Leste Der nur zu Fuß (nagut, oder per boot 😉 und durch den Urwald zu erreichen ist. Schon von Weitem bot sich eine herrliche Aussicht! Nach einer Bade- und Entspann- Pause machten wir uns auf den Rückweg und wurden beim Rückblick von vorbeiziehenden Walen gebannt. Herrlich!

Am Abend erreichte uns Bole, ein Freund von Daniel aus Pasewalk, der gerade seine Masterarbeit im nahegelegenen Joinville anfertigt und sein Wochenende auch lieber am Strand als in der Stadt verbrachte. Die Herbergsbesitzer luden uns und andere Gäste zum Fisch Asado ein, zu dem wir gemäß unserer deutschen Wurzeln entsprechend viel Bier beisteuerten. Als gelungenen Abschluss des Tages gab es einen köstlichen Cocktail in „unserer“ Bude.

Nach einem weiteren Tag an „unserem“ Strand und dem Besuch eines Schildkröten Aquariums unterhalten von einem Naturschutzprojekt zur Unterstützung der Schildkrötenpopulationen in Brasilien, genossen wir eine „sequencia de camerãu“, was bedeutet, dass wir frische shrimps in verschiedenen Variationen aufgetischt bekamen: mit Kruste in knoblauchöl, groß zum selber auseinandernehmen (oder auch nicht 😉 und paniert. Dazu gabs fisch und Reis, Pommes und Salat, fishcakes und crabcakes und Remouladensoße und shrimpsoße, also ein wahres Festmahl!

Der letzte Tag stand ganz unter dem Motto Party! An einen partystrand (mit Musik und Ständen) zeigten sich endlich ein paar der vorher angepriesenen brasilianischen Schönheiten, sowohl männlich als auch weiblich (wie man vllt merkt war der Fotoapparat jedoch in männlicher Hand 😉 in knappsten Outfits. Auch konnten wir dem fotoshooting für sexy Postkarten beiwohnen und das Motiv ebenfalls ablichten noch bevor die Karten gedruckt werden.

Abends gab es Cocktails in unserer Stammbude und anschließend ein Konzert einer Reggae und Bob Marley Cover Band in einer offenen Bar mit Ausblick auf einen kleine strandige Bucht! Was für ein gelungener Abschluss!

A.

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